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Normale Version: Unter Kyra
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Unter Kyra

Manchmal fuhr sie mit der Sohle nachdenklich über den Parkettboden. Er hörte das leise Schleifgeräusch ihres Absatzes. Wie er sich wohl anfühlte...
Ein Lachen riss ihn aus seinen Gedanken.
„Du bist dran, Michael. Die Flasche zeigt auf dich.“
Michael wollte es aussprechen, wollte seine Wette an Kyra richten, aber er traute sich nicht.
„Ich wette, Mona würde niemals ein Stück Käse vom Boden essen.“
Allgemeines Gelächter. Eine junge Frau mit schwarzem Cleopatrahaarschnitt schüttelte sich vor Ekel.
„Käse vom Boden essen? Auf so eine Idee kann auch nur ein Freak kommen. Nein, ich würde das niemals tun.“
„Ach, komm schon, Mona. Es ist doch nur ein Spaß.“
Männer und Frauen versuchten sie zu überreden.
„Nein, definitiv nein.“
Michael drehte die Flasche erneut. Und sie zeigte auf... Michael.
„Die Flasche und du – ihr scheint eine tiefe Verbundenheit zu haben.“
Thomas grinste.
„Also los. Was würdest du wetten?“
Die Worte sprudelten aus Michael heraus, noch bevor er es verhindern konnte.
„Ich wette, Kyra würde sich niemals auf meinen Rücken stellen.“
Stille. Damit hatte niemand gewettet. Michael spürte, wie ihm heiß und kalt wurde. Hätte er mal seinen Mund gehalten. Er sah, wie sich Kyra erhob. Sie bückte sich, öffnete langsam den Reißverschluss ihrer Stiefel und schlüpfte elegant aus ihnen heraus.
„Du willst doch jetzt nicht kneifen oder? Damit würdest du dich ziemlich lächerlich machen.“
Ihre Worte brachten ihn dazu, sich auf den Bauch zu legen. Welcher Teufel hatte ihn geritten, so etwas zu tun? Konnte sein Rücken sie aushalten? Tat es nicht weh? Vielleicht würde er vor seinen Freunden wie ein Baby heulen. Wie peinlich. Sie stellte ihre Stiefel genau vor sein Gesicht. Sein Blick fiel auf den langen, spitzen Absatz. Wie beruhigend, dass sie die Stiefel nicht mehr trug. Wenn er sich vorstellte, wie diese Spitzen sich in sein Fleisch bohrten... Wahrscheinlich sollte er besser aufstehen. Dann galt er halt als Feigling – na und.

Noch bevor er sich entscheiden konnte, spürte er Kyras rechten Fuß auf seinem Hintern. Er fühlte sich fremd an, aber Michael mochte dieses Gefühl. Ihr rechter Fuß zog nach und sie platzierte ihn auf seinem Rücken. Er ließ den Kopf auf den Boden sinken. Von ganz unten sah der Absatz des Stiefels noch länger und bedrohlicher aus. Der rechte Fuß tastete sich nun ebenfalls vorsichtig auf den Rücken vor. Ob sie sich wohl Gedanken darüber machte, dass sie ihm wehtun könnte? Normalerweise kannte er sie nicht so zimperlich. Ein weicher, warmer Fuß streichelte über seinen Rücken, ihre Hacke streifte sanft seine linke Seite. Den Fuß stellte sie wieder auf den Rücken und der andere streichelte mit den Fußnägeln seine rechte Seite. Neugierig bohrte sich ihre Fußnägel hinein. Michael stöhnte. Überrascht registrierte er, dass sie davon unbeeindruckt blieb.
Sie stellte ihren Fuß wieder auf seinen Rücken und verlagerte ihr Gewicht abwechselnd auf die Fersen und auf die Zehen. Er versuchte den Kopf noch tiefer zu drücken, als es ihm möglich war. Verdammt, war sie schwer. Hilflos biss er in den Stiefelabsatz um nicht aufzuschreien. Hoffentlich sah es keiner. Was würden seine Freunde von ihm halten? Der Mann, der in Stiefelabsätze biss. Wahrscheinlich würden sie ewig über ihn lachen. Seine Zähne weigerten sich, den Absatz freizugeben. Kyra stampfte nun mit beiden Füßen abwechselnd auf. Er ballte die Hände zu Fäusten. Sanft, dachte er eben tatsächlich noch, dass ihre Füße sanft waren? Über sich hörte er sie lachen.
„Michael beißt doch tatsächlich in meinen Absatz.“
Total gedemütigt fühlte er sich. Mit etwas Schwung rammte sie ihm ihre Ferse in die Seite. Er ächzte, alles in ihm zog sich zusammen. Dann tauchte Monas Gesicht vor ihm auf. Sie beugte sich zu ihm herunter.
„Ihm geht es gut. Ich schätze, ihr habt die Wette beide gut überstanden.“
Mit einem Siegerlachen stieg Kyra von seinem Rücken. Sie setzte sich auf die Couch und streckte ihm den linken Fuß hin.
„Hör auf in den Absatz zu beißen und hilf mir lieber in den Stiefel zurück.“
Tatsächlich, er biss immer noch hinein. Zu seiner Verwunderung lachte niemand. Langsam lockerten sich seine Zähne und er setzte sich auf. Kyra schaute zu ihm hinunter, während er sich sammelte. „Muss ich das jetzt selber machen?“ Ihre Stimme klang arrogant. Er griff nach dem Stiefel, konnte kaum Bissspuren auf ihm feststellen und zog ihn ihr vorsichtig über. Als er den Reißverschluss schloss, lächelte er.
kompliment - man kann sich so richtig schön hineinversetzen
Bitte mehr davon.
Hi Bonnie_rat

Das ist ein schönes Spiel ;)
Etwas Reales oder reine Fiktion?

LG Peter
Schön, dass die Geschichte so gut ankommt. Danke fürs Lesen und kommentieren. Icon_biggrin

@ Peter: Das ist eine rein fiktive Geschichte. Hab einfach versucht, mich ein bisschen in Michael hineinzuversetzen. Die Herren unten können ja am besten beurteilen, ob mir dies gelungen ist oder nicht. Bin ja lieber oben. Icon_mrgreen

Bonnie rat
Bonnie rat,

trotz Fiktion ist es schon sehr real ;)

Ob du es glaubst oder nicht, eine (Hobby-)Domina hatte mich zu ihrem Geburtstag eingeladen, und was wurde dort auch gespielt?
Ja, Flaschendrehen *grins*

Nun war es in der Umgebung und bei den Anwesenden aber schon einfacher kitzlige Wünsche zu äußern ;)

LG Peter
Hallo Peter,

das freut mich. So kommt man auch gut in die Geschichte hinein.

Lieben Gruß

Bonnie
Hallo Bonnie,
schöne Geschichte, ich finde man kann sich da sehr gut hineinversetzen.
Ich glaube, bei diesem Spiel würden einige hier gerne mal mitspielen Zwinker


Gruß,
Andreas
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